Die Stadt Fort Collins in Colorado ist Schauplatz eines „Glaubenskrieges” zwischen Befürwortern und Kritikern des medizinischen Marihuanas. Während sich besorgte Aktivisten wie Scoot Crandall mit aller Vehemenz für ein Verbot einsetzen, arbeiten Marihuana-Unternehmer wie die Brüder Stanley hart daran, die zahlreichen gesetzlichen Vorschriften für ihr immer noch misstrauisch beäugtes Geschäft buchstabengetreu einzuhalten. Auch Dawn Clifford und ihr Mann John betreiben eine legale Marihuana-Apotheke und fürchten das drohende Aus bei einem Verbot.


 

Cannabis gilt in Österreich als Droge. Der Anbau von blühenden Hanf-Pflanzen ist strikt verboten, die Gesetzeslage eindeutig. Nur für sich selbst hat der Staat eine Ausnahme gemacht.

Am Rande Wiens pflanzt die dem Gesundheitsministerium unterstellte Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) in großen Glashäusern 365 Tage im Jahr Cannabis. Die geernteten Blüten werden nach Deutschland verkauft und dort vom Pharmakonzern Bionorica zum Medikament Dronabinol verarbeitet. Ein Medikament, das in Österreich quasi verboten ist. Die Situation ist absurd. Dabei wird Cannabis weltweit immer öfter als Medizin eingesetzt.

In Israel wachsen Marihuana-Pflanzen in großen Farmen unter staatlicher Überwachung und kommen bei Krebs, Multipler Sklerose und vielen psychischen Leiden zum Einsatz. Weil der Erfolg groß ist, wird das Cannabisprogramm jetzt weiter ausgebaut.

‘Am Schauplatz’ beschäftigt sich mit der Heilpflanze Cannabis und durfte erstmals mit der Kamera in die geheimen Wiener Glashäuser der AGES vordringen.


Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden: Schmerzkranke dürfen für den Eigenbedarf Cannabis anbauen – zu therapeutischen Zwecken. Es ist das erste Mal, dass in Deutschland solche Genehmigungen erteilt werden.