Mit dem Hanf, auch unter seiner lateinischen Bezeichnung Cannabis bekannt, muss vor circa 10.000 Jahren die Geschichte des Ackerbaus begonnen haben.

Diese Vermutung schlussfolgern Wissenschaftler aus Funden, die auf dem Gebiet des heutigen China gemacht wurden. Der Hanf hat in gewisser Hinsicht auch die Geschichte der Menschheit mitgeschrieben, in Religionen, Kriegen und Revolutionen hat die Pflanze nie gefehlt.

Die Dreharbeiten fuehrte das deutsche Kamerateam bis in das suedwest französische “Pays de Loire”, einer der schoensten Kulturlandschaften und dem Zentrum des Nutzhanfanbaus Europas.

Man erhaelt erstmalig einen interessanten Einblick in Tradition, Anbau und Verarbeitung dieser universell verwendbaren “Pflanze der Goetter”.


Auch wenn sie in den Augen vieler Menschen als Droge verpönt und auch offiziell, durch das Gesetz bestätigt, als Rauschmittel anerkannt ist, entgehen wir durch diese Verbannung dem vielseitigen Nutzen – unter anderem den heilenden Kräften – der Hanfpflanze.

Zunächst einmal ist die Hanfpflanze bereits dort ein positiver Faktor, wo wir noch gar keinen augenscheinlichen Nutzen davon haben – Im Boden. Sie wirkt in unseren oftmals belasteten und ausgezehrten Böden wie eine Rehabilitationsmaßnahme und unterdrückt durch den raschen Reihenschluss und seinen großen Wachstumsfortschritt bei jungen Pflanzen den Wuchs von ungewünschten Unkräutern.
Für die besonders schädlingsresistenten Pflanzen werden außerdem keinerlei Herbizide benötigt, was vor Allem dem biologischen Landbau zu Gute kommt.
Bereits heute können aus Hanf weit mehr als 40.000 verschiedene Alltagsgegenstände hergestellt werden.

Doch auch für die Entwicklung in einem sehr wichtigen Bereich spielt Hanf eine große Rolle: In der Pharmazie wird vor Allem Hanföl zur Produktion von verschiedensten Medikamenten verwendet und ist auch sonst ein sehr gesundes Speiseöl mit tatsächlich sehr geringem THC-(psychoaktiver Stoff der Hanf-Pflanze)Anteil. Ebenfalls profitieren viele Patienten von der heilenden Wirkung von Hanf.

 

Nach dem Wegfall des Anbauverbotes erlebt die Hanfpflanze seit Mitte der Neunziger Jahre einen regelrechten Boom; es entstanden viele Gruppierungen, die sich für eine teilweise oder vollständige Legalisierung von Nutzhanf einsetzen wie zum Beispiel H.A.N.F.
Aufgrund des immer größer werdenden Druckes, den die Aktivisten nun auch auf die Politik ausüben konnten, wurden die Einstellungen zum Thema auf europäischer Ebene neu diskutiert. Bereits 2008 waren 14 Sorten Hanf in der Europäischen Union zum Anbau freigegeben, die Vereinigten Staaten wehren sich hingegen noch immer gegen die Legalisierung.

Aufgrund seiner Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit ist Hanf als Nutzpflanze sehr beliebt, denn so gut wie jeder Teil der Pflanze kann verwendet werden, während die Energiebilanz deutlich unter Der vieler anderer Nutzpflanzen bleibt. Weiterhin produziert Hanf einen großen Anteil an Biomasse, also Energie, die zum Beispiel zum Heizen oder als Kraftstoff verwendet werden kann.