Pro7

Deutschland soll das neue Holland werden und der Besitz von Cannabis zum Eigenbedarf in Deutschland erlaubt werden. Das sich ohnehin eh keiner an das Marihuana-Verbot hält, will die LINKE-Fraktion das Drogengesetz ändern. Alles was sie dem Vorschlag wissen müssen –

in unseren 100 Sekunden!

Cannabis-Clubs

Gebt das Hanf frei! Deutschland soll das neue Holland werden und der Besitz von Cannabis zum Eigenbedarf in Deutschland erlaubt werden. Das sich ohnehin eh keiner an das Marihuana-Verbot hält, will die LINKE-Fraktion das Drogengesetz ändern.

Was steht genau in dem Antrag?

Der Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabis oder Produkte der Pflanze, soll für jeden in Deutschland straffrei werden. Ein gewerblicher Handel bleibt aber weiterhin verboten. Im Gegensatz zu den Samen: Die bisherige Regelung soll aus dem Betäubungsmittelgesetz gestrichen werden und sowohl der Besitz, als auch der Handel mit Hanf-Samen erlaubt werden. Die Legalisierung einer bestimmten Menge zum Eigengebrauch ist die Grundlage zur Einführung der so genannten Cannabis-Clubs.

Was sind Cannabis-Clubs?

Wenn es nach den Linken geht, sollen diese Clubs, ähnlich wie ein Verein, nur auf wenig Profit ausgelegt sein. Überall in Deutschland sollen sie gegründet werden können. Mitglied kann jeder werden, der volljährig ist. Gegen eine geringe Gebühr, können sich die Mitglieder dann für den Eigenbedarf Cannabis anbauen lassen. So kommen sie zu einer legalen Form ihrer Drogen. Reklame ist für die Clubs verboten — ebenso die aktive Anwerbung von neuen Mitgliedern.

Wie ist die aktuelle Gesetzeslage?

In Deutschland gilt das Betäubungsmittelgesetz. Anbau, Erwerb und Besitz von Cannabis sind illegal. Der Konsum an sich ist aber nicht verboten. Zum Eigengebrauch wird eine geringe Menge geduldet. Die ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich: Gelten in Bayern maximal 6 Gramm als geringe Menge, sind es in Schleswig-Holstein bis zu 30 Gramm. Wer bei einer Kontrolle mit Cannabis erwischt wird, aber unter den Grenzwerten bleibt, hat meistens keine Strafe zu befürchten.